By Fehlerwerkstatt on 31st Dezember

2016. Wo fange ich an, wo höre ich auf? Am einfachsten (für mich) am Ende. Danny von Hundebloghaus inspirierte mich letztendlich zu diesem Blogpost. Vermutlich schreibe ich ihn mehr für mich als sonst jemanden. Eingehüllt in eine schneeweiße Decke, in einem normannischen Ferienhaus. 1,5 km sind es bis zum Strand. Beim letzten Mal, als wir hier waren, war die Welt noch in Ordnung.

2016 hatte seinen ganz besonderen Charme. Für viele Menschen war es ein furchtbares Jahr. Auch für uns. Gefühlt sind ständig Menschen gestorben. Prominente Menschen. Bowie. Prince. Leonhard Cohen. Bud Spencer. Prinzessin Lea. George Michael. 2016 hat es richtig krachen lassen. Und dann war da noch Rainer.

Von den Toten und den (Über-) Lebenden

Bei unserem letzten Besuch in der Normandie waren wir zu acht. 2 Paare, 4 Hunde. Ende 2016 leben davon noch ein halbes Paar (darf man das überhaupt so schreiben?) und 3 Hunde. 3 Wochen nach unserem letzten Besuch hier ist Rainer von uns gegangen. Ein guter Freund, des Gatten Cousin und ein fabelhafter Mensch. Hündin Lucy – der Augenschmaus des Terriers – folgte ihm wenige Wochen später.

Bowie, Bud Spencer, Prinzessin Lea – alles zwar Größen, nichts desto trotz tangieren sie mein kleines Leben nur peripher. Fehlende Freunde dagegen treffen mich jeden Tag. Und ganz besonders hier, in der Normandie. Denn da fing 2009 alles an – auch wenn wir das bis dahin noch nicht wussten. Aber wo ein Anfang, da auch ein Ende. Oder ein anderer Anfang. 2009 fuhren wir zum ersten Mal in die Normandie. Mit Rainer und Sabine. Es war der Anfang einer großen Liebe. Weihnachten und Silvester 2010. Frühjahr 2014. Herbst 2014. Weihnachten/Silvester 2015. Frühjahr 2016. Und jetzt Winter 2016. In der Normandie. Ruhe von all dem Trubel, das ist es, was wir brauchen. Von den Schreckensnachrichten 2016 – vor allem denen in der näheren Umgebung.

Wir haben dieses Jahr verdammt viel durchgemacht. Eine lebensbedrohliche Krankheit. Einen Todesfall. Einen schweren Unfall mit Folgen direkt nebenan. Und dennoch – 2016 war das Jahr, das alles verändert hat. Stirbt ein geliebter Mensch mit gerade einmal 50 Jahren, kommt man ins Grübeln. Als Quintessenz bleibt: Das Leben ist fucking kurz. Zu kurz, um sich noch viele Gedanken darüber zu machen, ob die Rente nun sicher ist. Wie man den nächsten Urlaub bezahlt. Und ob das Haus mit über 100 qm für 2 mit Hunden wirklich nötig ist, um besagte Rente zu sichern.

Ein neuer Weg

Stattdessen Gedanken darüber: Wie holen wir das Beste heraus? Was wollen wir wirklich, wo wollen wir hin – und warum? Daraus erwuchs ein Plan. Er lag nicht plötzlich vor uns. Er zeigte sich nach und nach. Meine wahre Leidenschaft – Bach-Blüten. Unsere gemeinsame Leidenschaft – die Normandie. Meine Internet/Technik-Affinität. All das brachte uns zu Plänen und deren Umsetzung. Meinem Kurs „Bach-Blüten für Hunde“. Aus dem Nichts gestampft, beworben, umgesetzt und in kürzester Zeit mehr als 250 Menschen nahegebracht – zum Wohle ihres Hundes. Und das alles mit Hilfe von Pinterest. Es wird 2017 noch eine größere Rolle spielen (stay tuned). 500 E-Mail-Abonnenten in 3 Monaten (unfucking fassbar! Thank you Pinterest!)

Die Normandie – unendliche Weiten, die nie ein Hund zuvor gesehen hat. Strand, Meer, Weite. All das wird zusammengefasst 2017 in einem Reiseführer erscheinen. Unserem Reiseführer. Jeder, der einen Hund hat weiß, hier und da muss man Abstriche machen. Darf der Hund hier mit? Was kann ich machen, damit es für alle Beteiligten gelungen wird? Wir kennen und wissen um all diese Fragen und Probleme. Aus Gründen kinderlos richten wir unseren Urlaub so aus, dass wir alle etwas davon haben. Möglichst viel Spaß bei möglichst wenig Stress. Unsere Antwort: Die Normandie. Wo, wie warum und überhaupt alles – gespickt mit Videos, Bildern und Beiträgen – erfährst Du genau hier.

Von Zahlen und Beiträgen

An dieser Stelle wird es nun Zeit, meinen Statistikfimmel mit Danny zu teilen – und mit Dir lieber Leser. Den meisten Traffic auf diesen Blog – dessen Design ich spontan im Dezember noch geändert habe – bringt mir immer noch unsere „30-Tage-Challenge„. Mehr als 27.000 Aufrufe hat dieser Beitrag. Ursprünglich im April 2015 veröffentlicht (und verschmäht) bringt er nun Traffic ohne Ende. Allein im November waren es über 6.900 Aufrufe.

Auf Platz 2 ist ungebrochen unsere Durchfall-Beitrag. Über 26.000 Besucher hat er dieses Jahr auf die Hundezeitung gelockt – die meisten davon kommen über Google.

Auf Platz 3 ist ein trockenes Thema zu finden – mein uralter Artikel über Trockenfutter. Er ist kurz und bringt lediglich ein paar kurze Infos über Sorten mit hohem Fleischanteil auf den Punkt.

Platz 4 ist einer meiner liebsten alten Artikel. So erkennt man schlechtes Hundefutter bringt es ebenfalls auf den Punkt. Der Artikel wurde über 19.000 Mal gelesen.

Auf Platz 5 haben es wieder die Leberwurst-Biscotti geschafft.

Vom Lernen und Leben

Sehe ich mir die Zahlen und Beiträge vom letzten Jahr an, könnte ich fast ein wenig traurig werden. Denn all die oben aufgelisteten Artikel sind nicht nur aus dem Jahr 2015, sie waren auch da schon auf den ersten 5 Plätzen verteilt. Man könnte also meinen, ich habe das ganze Jahr über völlig umsonst gebloggt.

Viel interessanter ist daher eine ganz andere Statistik. Im Oktober habe ich nämlich genau null neue Artikel geschrieben. Dennoch habe ich es geschafft, die Besucherzahlen vom September zum Oktober um über 60% zu steigern.

Von September auf November habe ich sie mehr als verdoppelt – von 8.500 Besucher auf über 17.000. Im November habe ich 2 Artikel geschrieben. Im Dezember sind es mit diesem dann 3 und ich konnte den Besucherschnitt noch ein klein wenig steigern.

Viel wichtiger als all diese Zahlen sind aber die Dinge, die ich dabei gelernt habe. Ich habe in den letzten Monate vieles, was ich übers Bloggen zu wissen glaubte, über Bord geworfen und neu sortiert. Ich habe endlich angenommen und umgesetzt, was viele Blogger wissen, was sie aber nicht hören, geschweige denn machen wollen. Spezifisch sein. Sich auf ein Thema konzentrieren. Es sind nicht die Bilder, die Geschichten, der Schreibstil, die einen Blog erfolgreich und einzigartig und anders machen. Es ist das Ziel, das man damit verfolgt. Wenn man keines hat, wird man auch nichts erreichen. Erfolgreich sein und bekannt werden gilt übrigens nicht als Ziel 😉 Ich habe Blogs gesehen, die nicht mehr als 12 Artikel enthielten – und mit denen Blogger mehrere tausend Dollar im Monat verdienen. Ich habe Menschen kennengelernt, die sich nicht auf Kooperationen und Affiliate verlassen und IHR Ding machen – und damit erfolgreich, glücklich und nebenbei auch noch reich wurden.

2017 wird so oder so ein großartiges Jahr, da bin ich mir sicher. Wir haben viele, große Pläne und stellen unser Leben noch einmal gehörig auf den Kopf 🙂 Ich freue mich, wenn Du dabei bist!

2016 war verdammt viel los. In meinem Rückblick erzähle ich davon

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